"Solange man Diagnostik betreibt, kann man therapeutisch keine Fehler begehen" so zumindest die Aussage einer meiner Lehrer. Durch unterschiedliche diagnostische Maßnahmen beschäftigt man sich derart mit einem Fall, dass auch die wesentlichen Kleinigkeiten, die bekanntlich im Detail stecken, für eine Rekonstruktion berücksichtigt werden und unter Zugabe von Wissen vorhersagbare Ergebnisse erzielt werden können. Eine umfassende Diagnostik umfasst nachfolgende Bereiche.

 

manuelle Funktionsanalyse (mFAL)

Bei der manuellen Funktionsanalyse werden alle strukturellen Veränderungen aufgenommen. Im Speziellen werden Kau- und Kauhilfsmuskeln, Sehnen, Bänder, der komplette Kapselapparat sowie der Discus durch z.T. Grenzbelastungen getestet.

Abweichungen von der Normalität bedingt durch Schmerzen oder Bewegungseingrenzungen sind häufig Anzeichen für eine CMD.

Durch Provokationstests wird ein Belastungsvektor (Kraftrichtung) ermittelt, den es zu kompensieren gilt. Hieraus lassen sich strukturelle Diagnosen ableiten die hin und wieder durch bildgebende Verfahren wie CT oder MRT verifiziert werden.

Auch werden weiter entfernte Strukturen mit untersucht so z.B. die Beweglichkeit der HWS. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Stellung der Wirbelsäule sowie die Stellung des Beckens. Nicht selten muß eine Diagnose im Team erstellt werden.

instrumentelle Funktionsanalyse (iFAL)

Die instrumentelle Funktionsanalyse (iFAL) umfasst die elektronische Aufzeichnung aller realen dreidimensionalen Bewegungsmöglichkeiten. Diese werden anhand unseres KAVO Arcusdigma, einem speziellen auf Ultraschall basierenden Axiograph, erfasst und auf speziell einstellbare Artikulatoren übertragen. Hierdurch ist ein nahezu identischer Bewegungsraum mit Gipsmodellen unter Ausschluß muskulärer Komponenten auf rein gelenkorientierter Basis möglich.

Es entsteht eine gelenkbezügliche Montage in zentrischer Position der beiden Gelenkköpfe. Diese Position wird anhand eines Zentrikregistrates erhoben. Obwohl diese Zentrikposition eine "Momentaufnahme", die stark von der jeweiligen Tagesform des Patienten abhängig ist, darstellt, ist bedingt durch anatomische Gegenheiten diese Position sehr verlässlich.

Photoanalyse

Die Photoanalyse hilft uns, den Patientenfall immer vor Augen zu haben, so dass kleinste Details auch zu Zeiten, an denen der Patient nicht in der Praxis verfügbar ist, diagnostiziert werden können.

Im Falle von medizinischen Beratungen oder Gutachten seitens Versicherungen dienen derartige standardisierte Aufnahmen zudem als Grundlage für die Entscheidung über die medizinischen Notwendigkeit.

Um derartige Aufnahmen realisieren zu können, ist eine außergewöhnliche Profiausrüstung sowie das dazu benötgte Knowhow notwendig.

Wir weisen auch an dieser Stelle darauf hin, daß diese Aufnahmen im Eigentumsbereich der Praxis Dr. Strohkendl MSc. liegen und immer zu Aufklärungs- und Lehrzwecken ohne vorherige Genehmigung seitens des Patienten verwendet werden dürfen.

Ästhetikanalyse

Die Ästhetikanalyse beschäftigt sich mit der harmonische Beziehung einzelner Gesichtskomponenten und deren Wirkung in der Gesamterscheinung. Häufig werden anhand der Photoanaylse Relationen nach metrisch Messung dargestellt und mit Vorgaben, die wissenschaftlich determiniert sind, verglichen, so dass die Abweichungen ursächlich korrigiert werden können.

Der Analysegang unterteilt sich in die faciale (bezüglich des gesamten Gesichtes), der dentogingivalen (bezüglich des sichtbaren Rahmens der Lippen) sowie der rein dentalen Komponente.

In jedem einzelnen Bereich gibt es Normen, die als Vergleichswerte herangezogen werden. Jede Abweichung unterliegt der Erwägung ob Sie tolerabel ist bzw. Einfluß auf das Gesamtergebnis hat. Ist der Einfluß zu groß wird genau dieser Parameter mit samt seinen medizinischen Änderungsmöglichkeiten mit dem Patienten diskutiert.

Röntgenanalyse

Die Röntgenanaylse stellt nach wie vor noch eines der wichtigsten Instrumente in der zahnärztlichen Diagnostik dar.

Durch vor allem digitale Systeme ist die Präzision derartiger Aufnahmen mit einer tolerablen Strahlenbelastung deutlich gestiegen. Anhand derartiger Aufnahmen können klare Aussagen über ansonsten im Mund nicht sichtbare Strukturen, im speziellen Knochen und Knorpel sowie die Lage und Dimension von Nachbarstrukturen wie Nervkanäle, Kieferhöhlen und Kiefergelenke gemacht werden.

Neuere Entwicklungen erlauben es sogar dreidimensionale Bilder zu produzieren, die die Realsituation natürlich erheblich besser und naturgetreuer abbilden. Dies spielt im speziellen bei Planungen für Implantationen eine wesentliche Rolle, aber auch bei parodontalen Erkrankungen oder Wurzelbehandlungen bringen diese oft die entscheidenden Informationen.

Digitales Röntgen

In unserer Praxis werden ausschließlich digitale Röntgenbilder erstellt. Schnellere Diagnosen, bessere Kommunikation mit dem überweisenden Kollegen und vor allem die Reduktion der Strahlenbelastung um bis zu 90% für den Patienten sind die entscheidenden Vorteile.

Es fallen keine umweltschädlichen Entwicklungschemikalien an! Statt eines Films, der von den Röntgenstrahlen belichtet wird und anschließend entwickelt werden muss, kommt beim digitalen Röntgen ein spezieller Sensor zum Einsatz, der die auftreffenden Strahlen in digitale Signale umwandelt

Diese werden in einem Computer verarbeitet und auf dem Monitor kann anschließend das Bild sofort betrachtet und ausgewertet werden.

Die Strahlenbelastung wird für den Patienten um bis zu 90 Prozent reduziert.

Implantatanaylse

Die Implantatanaylse verhilft zu einer genauen, präoperativen Planung der Implantatpositionen für die aus prothetisch, ästhetisch aber auch funktioneller Hinsicht besten Implantatstelle. Und dabei werden natürlich nicht nur die Dimension, Länge und Durchmesser der Implantate bzw. die Auswahl des Typus festgelegt.

Seit es durch diagnostischen Maßnahmen zu einer verbesserten Bewertung der knöchernen Dimension sowie zur besseren Beurteilung der Knochenqualität kam und knochenaufbauende Maßnahmen eingesetzt werden können, werden Implantate nicht unbedingt dort platziert, wo sich am meisten Knochen befindet, sondern wo sie aus ästhetisch funktionller Sicht benötigt werden. Sollte zu wenig Knochen da sein, so wird dieser, entweder durch Knochenersatzmaterialien oder Knochentransplantationen, neu erschaffen.

Entscheidend ist, dass nach vollendeter Restauration eine Natürlichkeit entsteht, die der Betrachter vom Orginal nicht mehr unterscheiden kann.

Parodontalanaylse

Bei der Parodontalanalyse wird jeder einzelne Zahn einer Prüfung hinsichtlich des umgebenden Knochens und Zahnhalteapparates unterzogen. Hierzu dienen in erster Linie Taschentiefenmessungen und ein Index genannt "Bleeding on probing", was eine Aussage über die Aktivität der Erkrankung zuläßt.

Auch Lockerungsgrade der Zähne fließen in die, dem Patienten oft simpel erscheinende, Beurteilung die jeder Restauration vorausgeht in brauchbar, bedingt brauchbar und nicht brauchbar, ein.

Alle nicht brauchbaren Zähne und hierunter fallen alle die keine Langzeitprognose besitzen, sollten rechtzeitig entfernt werden um den Knochen für folgende Restaurationen z.B. Implantate zu sichern. Die bedingt brauchbaren unterziehen sich den entsprechenden Behandlungen und werden nach Abschluß derselben den gleichen Bewertungen wie zu Anfang unterzogen. Gehören Sie nun zu den brauchbaren werden Sie in eine Restauration integriert anderen Falls werden Sie eliminiert und durch sicherere Restaurationen ersetzt.

Diagnostisches Waxup

Das diagnostische Waxup zählt zum Herzstück der Diagnostik im ästhetisch-rekonstruktiven Bereich. Gibt es Auskunft darüber, was nach ursächlichem Therapieansatz und folgerichtiger Therapieplanung nach den vorherigen Analysegängen als Outcome zu erwarten ist.

Ein Wachsabbild der zukünftigen Situation, das gleichzeitig als Ausgangsbasis sämtlich durchzuführender Arbeitsschritte wie Provisorien, Bohrschablonen, Präparationsschablonen, Modellier- und Schichtschablonen etc. dient. Deshalb ist der qualitative Ausführungsgrad extrem hoch und stellt eigentlich schon den Start der "Produktion", obwohl die Entscheidung zu einer solchen noch gar nicht gefallen ist, dar.

 

Diagnostik
Eine umfassende Diagnostik umfasst viele Bereiche.
Prävention
Dartunter versteht man in der Zahnheilkunde das Aufpassen, daß keine Schäden entstehen.
Konserv. ZHK
Kinder, Icon, Composites und Zahnärztliche Füllungsmaterialien
Parodontitis
Die häufigste bakterielle Erkrankung der Mundhöhle
Implantologie
Die von Schrauben gearbeiteten Implantate führen zu einer höheren Lebensqualität
Wurzelkanalbehandlung
rkrankt der Zahn an Karies, so können die Bakterien bis zu der Pulpa vordringen und somit eine Entzündung des Nerven verursachen.
Gnathologie
Funktionstherapie ist bei unserer täglichen Arbeit erforderlich.
Zahnärztliche Chirurgie
Verschiedene Chirugische Maßnahmen
Prothetik – Zahnersatz
Die Prothetik besitzt den größten Stellenwert in der restaurativen Zahnmedizin.
zahntechnisches Praxislabor
Dem Thema zahnärztliche Ästhetik sind ganz bestimmte Leistungen zu zuordnen